US-Vize Pence in Tallinn: Muskelspiele im Baltikum

Der US. Vizepräsident Mike Pence ist im lettischen Tallinn eingetroffen. Bei der Reise geht es vor allem darum, das US-amerikanische Engagement für die transatlantische Sicherheit, die NATO und das kollektive Verteidigungsprinzip zu bestätigen. Präsident Donald Trump hatte sich nur halbherzig zur NATO und zur Beistandspflicht bekannt. Sein Vize soll das Vertrauen der kleinen Nato Partner in die Bündnistreue der USA wieder stärken.

Der U.S. Botschafter in Estland James D. Melville macht seine Perspektive deutlich: “Ich würde gerne glauben, das alles was wir und unsere Freunde getan haben Russland – oder wer auch immer an der Sicherheit und Stabilität Europas bedroht – das sich jeder im klaren sein sollte, das wir nicht einfach verschwinden, sondern dass wir uns diesen Bedrohungen stellen.”

Die Worte des amerikanischen Botschafters und der Besuch von Vizepräsident Pence sind flankiert mit Taten – gerade läuft eine der größten Nato-Übungen in Osteuropa. Im September beginnt dann eine russisches Großmanöver, bei dem angeblich ein Angriff auf die baltischen Staaten durchgespielt werden soll. Zeitgleich sind mehrere chinesische Kriegsschiffe auf dem Weg in die Ostsee. Sie sind Teil einer gemeinsamen Übung mit der russischen Marine. Die Nato führt außerdem zur Zeit in Rumänien, Ungarn und Bulgarien eine Übung mit 25 000 Soldaten aus 22 Nato-Staaten durch. Russland hatte die Manöver, die Stationierung und die Stationierzng Nato-Truppen vom Baltikum bis Südosteuropa wiederholt kritisiert.

First stop in Estonia was meeting with Prime Minister Jüri Ratas, who walked me through the historic Stenbock House in Tallinn. #VPinEurope pic.twitter.com/cODFBMtQVs— Vice President Pence (@VP) 30. Juli 2017