US-Verteidigungsminister strebt diplomatische Lösung mit Nordkorea an

Mit einem Aufruf zu diplomatischer Vernunft hat sich US-Verteidigungsminister James Mattis um eine rhetorische Entschärfung des Streits mit Nordkorea bemüht. Seine Regierung unterstütze die Bemühungen der Diplomaten, den Konflikt "so lange wie möglich im Bereich des Diplomatischen zu belassen", sagte Mattis

Mit einem Aufruf zu diplomatischer Vernunft hat sich US-Verteidigungsminister James Mattis um eine rhetorische Entschärfung des Streits mit Nordkorea bemüht. Seine Regierung unterstütze die Bemühungen der Diplomaten, den Konflikt "so lange wie möglich im Bereich des Diplomatischen zu belassen", sagte Mattis am Dienstag bei einem Besuch in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. "Es ist unser Ziel, dies diplomatisch beizulegen."

Auch Präsident Donald Trump habe dies "sehr deutlich" gesagt, betonte Mattis. Der Verteidigungsminister bekräftigte aber auch die Bereitschaft seines Landes, in dem Konflikt notfalls militärische Mittel einzusetzen.

Der US-Präsident hatte Nordkorea in der vergangenen Woche in einer beispiellosen Rede bei den Vereinten Nationen mit der "vollständigen Vernichtung" gedroht, falls das Land seine atomare Aufrüstung fortsetze. Nordkorea ließ am Montag über seinen Außenminister Ri Yong Ho erklären, es betrachte Trumps Drohungen als Kriegserklärung.

Nordkorea hatte am 3. September seinen bislang stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Zudem testet das isolierte Land regelmäßig Raketen und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Nordkorea arbeitet erklärtermaßen an der Entwicklung einer Rakete, die einen Atomsprengkopf bis aufs Festland der USA tragen kann. Die USA wollen dies verhindern.