US-Verkehrsbehörde bestätigt: Zug fuhr zu schnell

Der im US-Bundesstaat Washington entgleiste Zug ist nach offiziellen Angaben vor der Katastrophe viel zu schnell gefahren. Das gab die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB am späten Montagabend unter Berufung auf den Zugdatenschreiber bekannt. Der Zug mit rund 80 Passagieren an Bord sei mit einer Geschwindigkeit von knapp 129 Kilometern pro Stunde auf einem Gleis gefahren, das nur für rund 48 Kilometer pro Stunde ausgelegt gewesen sei, sagte NTSB-Sprecherin Bella Dinh-Zarr.

Warum der Zug entgleiste, müsse aber noch untersucht werden. Bei dem Bahnunglück kamen mindestens drei Menschen ums Leben, 100 wurden verletzt, zehn von ihnen schwer.

Der Passagierzug war am Montag um kurz nach 7.30 Uhr Ortszeit nahe Stadt DuPont etwa 60 Kilometer südlich von Seattle entgleist und teilweise auf die viel befahrene Interstate 5 gestürzt. 

Mit der Zugfahrt sollte ein neuer, gerade erst umgebauter Streckenabschnitt eingeweiht werden. Seitens des Bahnbetreibers AMTRAK verlautbarte, die positive Zugkontrolle sei bei dem Vorfall nicht aktiviert gewesen.

Diese Technik ermöglicht das Verlangsamen, Stoppen oder Beschleunigen eines Zuges. Die Technologie sollte den Behörden zufolge erst erst im kommenden Jahr genutzt werden, wenn sie auf der gesamten Strecke einsatzbereit gewesen wäre.