US Trials: Crouser mit weitestem Stoß seit 14 Jahren - Sprinter Coleman erneut geschlagen

SID
US Trials: Crouser mit weitestem Stoß seit 14 Jahren - Sprinter Coleman erneut geschlagen

Kugelstoß-Olympiasieger Ryan Crouser hat bei den US-Meisterschaften in Sacramento mit dem weitesten Stoß seit 14 Jahren für einen Paukenschlag gesorgt. Der 24-Jährige gewann die Trials mit 22,65 m und verwies damit Weltmeister Joe Kovacs (22,35) auf Platz zwei. "Als die Kugel meine Hand verlassen hatte, wusste ich sofort, dass es ein großer Stoß war", sagte Crouser.
Der Goldmedaillengewinner von Rio liegt damit auf Platz sieben der besten Kugelstoßer in der Geschichte - inklusive der Hochanabolika-Zeit der 1970 und 1980er Jahre. Seitdem stießen nur Randy Barnes und Kevin Toth (beide USA) weiter als Crouser. Beide wurden in ihrer Karriere des Dopings überführt, Weltrekordler Barnes (23,12) sogar lebenslang gesperrt.
Die neue US-Sprinthoffnung Christian Coleman ist derweil erneut geschlagen worden. In Sacramento verlor der 21-Jährige in 20,10 Sekunden über 200 m das Fotofinish gegen Ameer Webb (20,09), nachdem er am Freitag über 100 m gegen Altmeister Justin Gatlin den Kürzeren gezogen hatte. Coleman hatte Anfang Juni in 9,82 Sekunden eine Weltjahresbestzeit über 100 m aufgestellt.
Unterdessen qualifizierte sich auch Hürden-Weltrekordler Aries Merritt für die WM in London. Der 31-Jährige hatte sich im September 2015 einer Nierentransplantation unterziehen müssen, nur vier Tage nach dem Gewinn der WM-Bronzemedaille in Peking. Für die Olympischen Spiele 2016 in Rio hatte sich Merritt nicht qualifizieren können, bei den diesjährigen Trials belegte er über 110 m in 13,31 Sekunden Platz zwei hinter Aleec Harris (13,24).