US-Tech-Aktien dürften Folgen des Handelsstreits zu spüren bekommen

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Chinesische Inlandsaktien für globale Investoren

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Niefünd setzt auf positive Nachrichten aus China.


Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt


Infineon und Lufthansa zählten am Mittwoch zu den größten Verlierern, Beiersdorf und Henkel zu den wenigen Gewinnern. Schon diese Dax-Betrachtung macht deutlich, was Anleger inzwischen aus dem globalen Handelsstreit zwischen den USA und China fürchten: eine schwächere Weltwirtschaft.

Verlierer solcher Szenarien sind typischerweise konjunkturempfindliche Aktien wie Fluggesellschaften und Halbleiterproduzenten, fast unbeschadet gehen aus solchen Phasen dagegen Marken- und Konsumhersteller hervor. Fakt bleibt, die goldenen Börsenzeiten sind vorbei.




Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen


Die vergangenen Jahre waren nicht gerade einfach für die europäischen Finanzinstitute. Mit dem schweizerischen Versicherer Baloise haben wir nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio. Bankenaktien haben wir von Anfang an aus unserem Anlageuniversum ausgeschlossen.

Dies hängt nicht mit den aktuellen Problemen der Finanzinstitute zusammen, sondern mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen. Zusätzlich wird die Profitabilität der Banken unseres Erachtens solange unter Druck bleiben, bis das Niedrigzinsumfeld endgültig der Vergangenheit angehört.




Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank


Die Trump-Regierung strebt weitere Zölle im Volumen von 50 Milliarden Dollar für chinesische Elektronik-, Luft- und Raumfahrtprodukte sowie Maschinen an. Die Einfuhrsteuern von 25 Prozent drohen die globalen Lieferketten für Konzerne wie Apple und Dell auf den Kopf zu stellen.

Die Preise für amerikanische Verbraucher, die sich an preiswerte Elektronik gewöhnt haben, dürften sich erhöhen und die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter verschärfen. Die Aktienkurse von US-Techfirmen dürften das zu spüren bekommen.




Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser.

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.