US-Streitkräfte greifen IS erstmals in Somalia an

US-Militär greift IS in Somalia an

Die US-Streitkräfte haben die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erstmals in Somalia angegriffen. Bei den Drohnenangriffen am Freitag im Nordosten des Landes am Horn von Afrika seien "mehrere Terroristen" getötet worden, teilte ein Sprecher des Afrikakommandos der US-Armee mit. Zivilisten hätten sich nicht im Umfeld der Anschlagsziele befunden. Nähere Angaben zu der Operation machte er nicht.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor dem IS wegen des Anschlags in New York mit Vergeltung gedroht. Für jeden Angriff auf die USA würden die Vereinigten Staaten "zehn Mal härter" zurückschlagen, sagte er vor seinem Abflug zu einer knapp zweiwöchigen Asienreise.

Ob die Operation in Somalia eine Antwort auf den Anschlag in New York gewesen sein sollte, war allerdings zunächst unklar. Trump erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter auch, dass das US-Militär den IS bereits an den beiden Vortagen "viel härter" attackiert habe als bislang. Wo und wie diese angeblichen verschärften Angriffe geführt worden sein sollen, erläuterte er nicht.

Der IS hatte den von einem Usbeken im New Yorker Stadtteil Manhattan verübten Anschlag für sich reklamiert. Der aus Usbekistan stammende Täter sei einer ihrer "Soldaten", hieß es nach Angaben des auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmens Site in einem Beitrag der IS-Zeitung "Al-Naba".

Der 29-jährige Sayfullo Saipov hatte am Dienstag mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn schließlich mit einem Bauchschuss nieder. Nach Ermittlerangaben zeigte Saipov bei einer ersten Vernehmung keine Reue und forderte sogar, eine IS-Fahne in seinem Krankenhauszimmer aufzuhängen.