US-Steuerreform drückt General Motors tief ins Minus

Wegen einer aus der US-Steuerreform resultierenden Sonderbelastung ist der Automobilkonzern General Motors (GM) im letzten Quartal 2017 tief ins Minus gerutscht. Der Nettoverlust lag bei 5,2 Milliarden Dollar

Wegen einer aus der US-Steuerreform resultierenden Sonderbelastung ist der Automobilkonzern General Motors (GM) im letzten Quartal 2017 tief ins Minus gerutscht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wurde ein Nettoverlust in Höhe von 5,2 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden) eingefahren.

Für das gesamte Geschäftsjahr verbuchte der Konzern ein Minus von 3,9 Milliarden Dollar. Die Bilanz für 2017 wurde dabei auch durch einmalige Negativeffekte in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar aus dem Verkauf der europäischen Tochter Opel/Vauxhall an den französischen Konzern Peugeot Citroën belastet.

Im vierten Quartal wurde ohne die Sonderbelastung durch die Steuerreform ein Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar eingefahren. Laut GM handelt es sich um den höchsten bereinigten Gewinn in dieser Periode des Jahres in der Firmengeschichte. Im Gesamtjahr wurde den Konzernangaben zufolge ein operativer Gewinn von 12,8 Milliarden Dollar erzielt - auch dies ein Rekord.

GM profitierte dabei von der starken Nachfrage nach schweren Fahrzeugen wie SUVs und Pickup-Trucks auf dem US-Markt, wie auch von dem wachsenden Geschäft in China und Südamerika.

Die im Dezember verabschiedete Steuerreform hat auch andere US-Großunternehmen im vierten Quartal rote Zahlen schreiben lassen. Sie bringt kurzfristig außergewöhnliche Belastungen mit sich. Langfristig entlastet sie die Unternehmen aber durch die deutliche Absenkung der Körperschaftssteuer von 35 auf 21 Prozent. GM wie auch andere Konzerne begrüßen deshalb trotz der kurzfristigen Negativeffekte die Reform.