US-Staaten und -Kommunen wollen Klima-Anstrengungen verstärken

Der US-Milliardär Michael Bloomberg

Wenige Tage nach dem Klima-Alleingang von US-Präsident Donald Trump beim G20-Gipfel haben der US-Milliardär Michael Bloomberg und der kalifornische Gouverneur Jerry Brown eine neue Initiative zum Klimaschutz lanciert. Sie gaben am Mittwoch ein Programm mit dem Namen "Amerikas Versprechen" bekannt. Es sieht vor, dass der von ihnen angeführte Zusammenschluss von US-Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen seine Klimaschutzanstrengungen in einem gemeinsamen Bericht quantifiziert.

Auf diese Weise soll festgestellt werden, inwieweit diese Bemühungen ausreichen, um die US-Zusagen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen vom Dezember 2015 zu erfüllen. Zugleich soll diesen gemeinsamen Anstrengungen dadurch eine zusätzliche Dynamik verschafft werden.

Trump hatte Anfang Juni den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Paris-Abkommen angekündigt. Beim Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer in Hamburg bekräftigte er die abweichende Position der USA zum globalen Klima-Konsens.

Auch wenn sich die US-Regierung aus dem Abkommen zurückziehe, "bleibt die amerikanische Gesellschaft ihm verpflichtet", erklärte der frühere New Yorker Bürgermeister Bloomberg, der auch UN-Sondergesandter für Städte und Klima ist. Die Klima-Anstrengungen des von ihm angeführten US-Verbunds sollten nun "nochmals verdoppelt" werden. In dem geplanten Bericht soll ein Fahrplan für das Erreichen der Klima-Ziele dargelegt werden.

Zur Umsetzung des Paris-Abkommens hatten sich die USA unter Trumps Vorgänger Barack Obama als Ziel gesetzt, ihren Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase bis zum Jahr 2025 um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. Die Vereinigten Staaten sind nach China der weltweit zweitgrößte Verursacher dieser Gase.

Bloomberg hatte bereits im Juni eine an die Vereinten Nationen adressierte Erklärung veröffentlicht, in der sich rund tausend führende Vertreter der US-Politik und -Wirtschaft zu dem Klimaabkommen bekannten. Zu den Unterzeichnern gehören mehr als hundert Bürgermeister sowie Gouverneure von Bundesstaaten. Auch Großunternehmen wie Apple, Amazon, Google, Facebook, Microsoft, Levi Strauss und Tiffany haben sich angeschlossen.