US-Schauspielerin wirft George H.W. Bush sexuelle Belästigung vor

Heather Lind und George Bush am 29. März 2014 in Houston, Texas. (Bild: AP Photo)

Seit den Enthüllungen um sexuelle Belästigung von Hollywood-Filmproduzent Harvey Weinstein posten immer mehr Frauen den Hashtag #MeToo in den sozialen Netzwerken, um zu zeigen, dass auch sie Opfer sexueller Nötigungen wurden. Nun setzt auch Schauspielerin Heather Lind das Kürzel ins Netz – und beschuldigt einen ehemaligen US-Präsidenten, sie bedrängt zu haben.

Der Übergriff habe sich im März 2014 bei einer Sondervorstellung ihrer Serie „Turn: Washington‘s Spies“ ereignet, schrieb Lind in einem Instagram-Posting, das inzwischen wieder gelöscht wurde. Bei der Veranstaltung war auch der damals 89-jährige George H.W. Bush anwesend.

Bei dem Fototermin des Events stand die Schauspielerin neben dem Republikaner, der seit einigen Jahren im Rollstuhl sitzt. Bei dieser Gelegenheit soll der Ex-Präsident sie angefasst haben. „Er hat meine Hand nicht geschüttelt. Er fasste mich von hinten aus seinem Rollstuhl heraus an, während seine Frau Barbara Bush neben ihm stand. Er erzählte mir einen schmutzigen Witz“, schrieb Lind in dem Posting.

Während dieser Fotosession soll der Übergriff passiert sein. (Bild: AP Photo)

„Und dann, während die Fotos gemacht wurden, hat er mich wieder angefasst. Barbara rollte mit ihren Augen, wie um zu sagen: ‚Nicht schon wieder‘. Sein Leibwächter hatte mir gesagt, ich hätte mich für das Foto nicht neben ihn stellen sollen.“

Als Reaktion auf Linds Vorwürfe ließ Bush durch seinen Pressesprecher ein Statement herausgeben, das eher einer Entschuldigung als einem Dementi gleicht: „Präsident Bush würde niemals – unter keinen Umständen – irgendjemandem absichtlich Schaden zufügen und er entschuldigt sich aufrichtig, falls sein Humor von Frau Lind missverstanden wurde“, heißt es in der Mitteilung.