US-Restaurants müssen künftig Kalorien angeben

Sämtliche US-Restaurants müssen künftig die Kalorien ihrer Gerichte auf ihren Speisekarten auflisten. Nach Angaben der Nahrungsmittelbehörde FDA tritt die Vorschrift im Mai in Kraft. Ziel ist es, die Verbraucher vor dickmachenden Speisen zu warnen

Sämtliche US-Restaurants müssen künftig die Kalorien ihrer Gerichte auf ihren Speisekarten auflisten. Wie die US-Nahrungsmittelbehörde FDA am Mittwoch mitteilte, tritt die entsprechende Regulierung im Mai in Kraft. Sie war bereits unter dem früheren Präsidenten Barack Obama beschlossen worden und soll dem Kampf gegen das Übergewicht in der US-Bevölkerung dienen.

Die obligatorische Kalorien-Angabe gilt auch für Supermärkte und Tankstellen mit gastronomischen Angeboten, also Nahrungsmitteln zum Sofortverzehr. Ebenso betroffen sind Pizzalieferdienste und andere Anbieter, die fertig zubereitete Speisen an die Haustür bringen. Die Kalorien-Angaben sind als Warnung vor dem Verzehr dickmachender Speisen gedacht.

Die FDA veröffentlichte präzise Richtlinien dazu, wo und auf welche Weise die Kalorien-Angaben zu machen sind. Der Behördenvertreter Scott Gottlieb hob hervor, dass inzwischen immer mehr US-Bürger auf ihre Gesundheit zu achten versuchten. Wenn den Verbrauchern die Möglichkeit gegeben werde, gutinformierte Entscheidungen über ihre Ernährung zu treffen, könne dies ihre Lebensqualität verbessern und "Leben retten".

Da Präsident Donald Trump auf vielen Feldern die von seinem Vorgänger getroffenen Entscheidungen kippt, war bislang ungewiss gewesen, ob die Regulierung zu den Kalorien-Angaben in Kraft treten würde. Diverse große Gastro-Ketten in den USA wie McDonald's, Starbucks oder Subway machen bereits Kalorien-Angaben. Andere Unternehmen haben die Vorschriften zu verhindern versucht.