US-Republikaner gewinnen wichtiges Senatsrennen in Wisconsin

Bei den Kongress-Zwischenwahlen in den USA haben die oppositionellen Republikaner das wichtige Senatsrennen im Bundesstaat Wisconsin gewonnen. Der konservative Senator Ron Johnson setzte sich im Duell gegen seinen demokratischen Herausforderer Mandela Barnes durch, wie US-Sender am Mittwoch berichteten. Der 67-jährige Rechtspolitiker kam demnach auf rund 51 Prozent der Stimmen.

Wisconsin war einer der wenigen Bundesstaaten, in denen das Senatsrennen nach dem Wahltag am Dienstag noch nicht entschieden war. Offen ist jetzt noch der Ausgang in Arizona, Georgia und Nevada. Dieser wird darüber entscheiden, ob die Demokraten von Präsident Joe Biden ihre hauchdünne Senatsmehrheit verteidigen können oder an die Republikaner von Bidens Vorgänger Donald Trump verlieren.

Es könnte aber Tage - und in Georgia wegen einer sich abzeichnenden Stichwahl am 6. Dezember fast einen Monat - dauern, bis die Sieger feststehen. Mit einem Sieg im Senatsrennen im Bundesstaat Pennsylvania hatten die Demokraten einen wichtigen Erfolg erzielt und ihre Chancen vergrößert, die Kontrolle über die Kongresskammer zu bewahren.

Im bisherigen Senat stellen Demokraten und Republikaner jeweils 50 Senatoren. Weil Vizepräsidentin Kamala Harris in ihrer Rolle als Senatspräsidentin in Pattsituationen mit ihrer Stimme den Ausschlag gibt, haben die Demokraten aber bislang faktisch eine Mehrheit im Oberhaus.

Im Repräsentantenhaus zeichnete sich bei den Midterms ein knapper Sieg der Republikaner ab. Viele Rennen waren aber so eng, dass am Wahltag und auch im Verlauf des Mittwochvormittag noch kein Sieger ausgerufen wurde.

Schon das ist ein Erfolg für Bidens Demokraten, denen im Vorfeld deutliche Niederlagen gedroht hatten. Die Demokraten konnten eine sogenannte "rote Welle" - einen Erdrutschsieg der Republikaner - trotz der hohen Inflation und schlechter Umfragewerte für Biden verhindern. Bidens Stabschef Ron Klain scherzte im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Menschen sollten "nie unterschätzen, wie sehr Team Biden unterschätzt wird".

Der Präsident selbst wird sich am Mittwochnachmittag zum Ausgang der Midterms äußern: Das Weiße Haus kündigte für 16.00 Uhr (Ortszeit; 22.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz mit Biden an.

fs/jes