US-Regierung: Sicherheitsberater McMaster soll angeblich entlassen werden

H. R. McMaster ist neben seinem Regierungsposten noch im Militärdienst aktiv. (Bild: AP Photo)

Das Personalkarussell im Weißen Haus dreht sich weiter: Gerüchten zufolge soll Trumps Sicherheitsberater H. R. McMaster bereits im April gehen. Einen Nachfolger gibt es angeblich auch schon.

Der Trump-Administration steht ein neuer Personalwechsel bevor: Der nationale Sicherheitsberater H. R. McMaster soll nach gut einem Jahr im Amt im April das Weiße Haus verlassen. Das berichtet der US-Nachrichtensender „NBC News“ unter Berufung auf fünf Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Demnach seien Stabschef John Kelly und Verteidigungsminister James Mattis für den Personalwechsel verantwortlich.

Der hochdekorierte Armeegeneral McMaster hatte den Posten des nationalen Sicherheitsberaters im Februar 2017 von Michael Flynn übernommen, der nach nur 24 Tagen im Amt zurückgetreten war. In den vergangenen Monaten kam es jedoch immer häufiger zu Auseinandersetzungen und Spannungen zwischen dem Top-Berater und dem Präsidenten, die Gerüchte um einen baldigen Rücktritt McMasters anfachten. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte der General etwa zur Verärgerung Trumps, dass eine Einmischung von Russland in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 „unbestreitbar“ sei.

Die Beziehung zwischen Berater McMaster und Donald Trump gilt als angespannt. (Bild: AP Photo)

Wie „NBC News“ weiter berichtet, soll auch schon ein Nachfolger für McMaster feststehen: Automanager Stephen Biegun. Der 54-Jährige ist derzeit Vizepräsident für internationale staatliche Angelegenheiten bei Ford, arbeitete jedoch bereits von 2001 bis 2003 für die damalige Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice. Diese soll Biegun auch an Verteidigungsminister Mattis empfohlen haben. Im Interview mit dem Nachrichtensender „MSNBC“ erklärte Rice am Donnerstag, dass H. R. McMaster einen „sehr guten Job“ mache. „Ich weiß nicht, wie seine Zukunft in der Position aussieht. Ich hoffe, er bleibt. Er ist sehr gut“, so die ehemalige Außenministerin der Vereinigten Staaten.

Von offizieller Seite wurden die Gerüchte um den Personalwechsel nicht bestätigt. Während Stephen Biegun keinen Kommentar abgab, berichtete ein Sprecher von Ford „NBC News“, dass der Manager keine Pläne habe, Ford zu verlassen. Auch das Weiße Haus dementierte die Spekulationen: „Zurzeit gibt es keine Personal-Bekanntmachungen“, so Pressesprecher Raj Shah.