US-Regierung geht härter gegen Chinas Staatsmedien vor

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung verschärft ihre Gangart im Umgang mit den Ablegern der chinesischen Staatsmedien in den Vereinigten Staaten. Das US-Außenministerium verfügte am Montag eine Personal-Obergrenze für fünf Presseorgane. Sie müssten ihr Personal jetzt "in gewissem Maß" reduzieren, sagte ein ranghoher US-Beamter in einem Briefing für Journalisten. US-Medienberichten zufolge dürfen die fünf chinesischen Medien zusammen nur noch 100 chinesische Staatsbürger beschäftigen - derzeit sollen es rund 160 Chinesen sein.

Zudem erwäge die US-Regierung, Visa für chinesische Journalisten künftig stärker zeitlich zu begrenzen, erklärte der Beamte. Die Regelungen der US-Regierung für chinesische Journalisten seien damit immer noch wesentlich großzügiger als jene für ausländische Reporter in China, sagte er weiter. China hatte im vergangenen Monat drei Korrespondenten der Zeitung "Wall Street Journal" ausgewiesen.

Die US-Regierung stuft Chinas staatliche Medien seit Mitte Februar als Organe der kommunistischen Führung in Peking ein. Aufgrund des neuen Rechtsstatus müssen sie sich in den USA ähnlich einer Botschaft als ausländische Vertretung registrieren, was stärkere Kontrollen und Auflagen zur Folge haben kann. Betroffen von der Regelung sind die Nachrichtenagentur Xinhua, der Fernsehsender CGTN, China Radio sowie die Zeitungen "China Daily" und "The People's Daily".