US-Präsident Trump: 1.318 falsche oder irreführende Aussagen in 264 Tagen

US-Präsident Trump: 1.318 falsche oder irreführende Aussagen in 264 Tagen

Das Größte hier, das Schönste dort: Donald Trump schmeißt gerne mit Superlativen um sich. Doch was ist eigentlich an den Aussagen des aktuellen US-Präsidenten dran? Der "Fact-Checker" von der "Washington Post" hat diese einmal genauer unter die Lupe genommen und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen.

Dem Bericht zufolge habe Donald Trump in den 264 Tagen seiner Amtszeit bereits 1.318 falsche oder zumindest irreführende Aussagen getroffen. Die Erhebung des "Fact-Checker" hat errechnet, dass das US-amerikanische Staatsoberhaupt somit im Schnitt fünf Mal am Tag etwas behauptet, das gar nicht der Wahrheit entspricht.

Die Themen variieren, wenn es um Donald Trumps falsche oder irreführende Aussagen geht. Ob Steuerreformen, die Hurrikanes "Irma" und "Maria", die Kim-Dynastie in Nordkorea oder die sinkenden Zuschauerzahlen bei Football-Spielen, regelmäßig trifft der aktuelle US-Präsident Aussagen, ohne sie vorher mit den Fakten abzugleichen.

So behauptete Donald Trump nicht nur, dass die USA zu den Ländern mit den höchsten Steuersätzen zähle, sondern auch dass er "die größte Steuersenkung der Geschichte" plane – "größer als die unter Präsident Reagan". Stolze 16 Mal hat der Politiker diese Ankündigung in seiner Amtszeit gemacht. Bislang fehle es laut "Fact Checker" allerdings an genauen Details zu seiner Steuerreform, sodass diese Behauptung des US-Präsidenten als irreführend eingestuft wird.

Doch damit nicht genug: Auch glaubt Donald Trump, dass die Zuschauerzahlen der Football-Liga NFL nur aufgrund des "Knie-Protests" gesunken sind. Immer mehr Spieler knieten bei der Nationalhymne, anstatt wie sonst üblich die Hand auf die Brust zu legen. Das habe Konsequenzen, glaubt das Staatsoberhaupt. Tatsächlich aber sei der Grund laut "Fact Checker" unklar.