US-Präsident Trump verbietet Venezuelas Kryptowährung Petro in den USA

Maduro (M.) in Caracas

Rund einen Monat nach dem Start des Petro hat US-Präsident Donald Trump die venezolanische Kryptowährung in seinem Land verboten. Unternehmen und Bürgern der USA seien jegliche Transaktionen mit der von Venezuela ausgegebenen Devise verboten, heißt es in einem von Trump am Montag unterschriebenen Dekret. Der Petro sei ein Versuch, die von den USA verhängten Sanktionen gegen Venezuela zu umgehen, erklärte Trump.

Venezuela hatte am 20. Februar mit dem Verkauf der digitalen Währung begonnen. Insgesamt will die Regierung in Caracas 100 Millionen Petro in Umlauf bringen. Der Preis eines Petro entspricht dem eines Barrels Öl und wurde zunächst auf 60 US-Dollar festgelegt.

Mit der Kryptowährung will sich Venezuela wieder mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Präsident Nicolás Maduro hatte wiederholt die US-Sanktionen für die katastrophale Lage des Landes verantwortlich gemacht.

Das südamerikanische Land steckt in einer tiefen Krise und ist wegen eines schweren politischen Konflikts zwischen Regierung und Opposition mit Sanktionen belegt. Die Nationalwährung Bolívar verlor zuletzt massiv an Wert.