US-Präsident Donald Trump droht Mexiko

US-Präsident Donald Trump hat sich über die Einwanderungsgesetze der USA ereifert und gegen das Nachbarland Mexiko ausgeteilt.

Trump drohte der mexikanischen Regierung mit dem Ende des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens "Nafta", sollte das Land nicht mehr für den aus seiner Sicht unzureichenden Grenzschutz tun.

Der Republikaner erklärte zudem, es werde keine neue Regelung für das sogenannte Daca-Programm geben, das jungen Migranten in den USA einen vorübergehenden Schutzstatus gibt:

"Ich glaube, dass auch wir Rechte haben. Wir wollen uns weiter entwickeln, wir wollen ein besseres Leben für unsere Kinder. Es ist schlecht, hier allein eine Mutter zu sein".

Trump hatte Daca im September beendet und dem Kongress sechs Monate Zeit für eine Neuregelung gegeben. Das Programm gibt jungen Migranten, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die USA kamen, die Möglichkeit, für zwei Jahre vor einer Abschiebung geschützt zu sein und eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Dazu Manuel Padilla, vom US-Grenzschutz:

"Ich bin nicht oberflächlich, aber wir sehen hier an der Grenze jeden Tag dasselbe. Ich glaube, was hier stattfindet, ist eine politische Aussage".

Trump forderte Mexiko auf, die "Karavane der Migranten" an der Einreise zu hindern. Den US-Grenzschutzbeamten werde es durch die "lächerlich liberalen" Gesetze nicht erlaubt, ihrer Arbeit richtig nachzugehen, so Donald Trump. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto wies die Vorwürfe zurück.

Bei einem Wahlkampfauftritt an der Grenze zu den USA betonte der Präsidentschaftskandidat Andrés Manuel López Obrador, der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Mexiko-Stadt, die US-Regierung müsse die Mexikaner respektieren.