US-Präsident Biden will Beitrag zur Klimahilfe für ärmere Staaten "verdoppeln"

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US-Präsident Joe Biden (AFP/Brendan SMIALOWSKI)

US-Präsident Joe Biden hat deutlich mehr Anstrengungen bei der Finanzierung von Klimahilfen für ärmere Staaten angekündigt. Sein Land werde den Beitrag "verdoppeln", sagte Biden am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung. Das werde die USA zu einem Vorreiter bei den internationalen Ausgaben für den Klimaschutz machen. Laut Experten handelt es sich um rund 11,4 Milliarden Dollar (9,72 Milliarden Euro) jährlich, Biden nannte keine Zahl.

Er werde mit dem Kongress zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen, versprach Biden. Die USA zählen zusammen mit China und Indien zu den größten CO2-Emittenten weltweit.

Die reicheren Länder hatten sich 2009 dazu verpflichtet, die Klimahilfen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Dollar zu steigern. Vergangene Woche teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit, dass dieses Ziel voraussichtlich verfehlt werde. 2019 betrugen die Hilfszahlungen für den Kampf gegen den Klimawandel und dessen Folgen demnach knapp 80 Milliarden Dollar.

Er begrüße die Ankündigung von Biden, die "Klimafinanzierung bis 2024 auf über elf Milliarden Dollar" zu verdoppeln, schrieb der britische Abgeordnete Alok Sharma, der Vorsitzende der COP26. "Dies zeigt den erhöhten Ehrgeiz, der erforderlich ist, um das Ziel von 100 Milliarden Dollar pro Jahr zu erreichen", fügte er hinzu.

Sechs Wochen vor dem Weltklimagipfel COP26 im schottischen Glasgow stand die am Dienstag begonnene UN-Generaldebatte ganz im Zeichen des Klimaschutzes. UN-Generalsekretär António Guterres hatte bereits am Montag zu einem Ende des "Kriegs gegen unseren Planeten" aufgerufen.

Im vergangenen Monat hatte der Weltklimarat IPCC gewarnt, dass die globale Durchschnittstemperatur im Jahr 2030 mehr als 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen wird - ein Jahrzehnt früher als noch vor drei Jahren prognostiziert.

mkü/ck

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