US-Politik versinkt im Chaos: Trumps Fehde mit Republikanern lähmt das Land

Die Republikaner, eine Partei im Zenit, der dennoch nichts gelingt.

Mitch McConnell ist ein Mensch, dem man die Härte des Lebens in der politischen Arena deutlich ansieht. Ein Politiker, dessen traurige Miene an einen Leichenbestatter denken lässt, so jedenfalls wird er gern von Karikaturisten gezeichnet. Er ist aber auch ein Freund erlesen trockenen Humors, was er gerade vor Farmern in Kentucky bewies. Jemand habe ihn gefragt, wie das so sei, als Mehrheitsführer im Senat zu wirken, sagte der 75-Jährige, deutete ein Lächeln an und ließ die Pointe folgen. „Es ist ein bisschen, als wäre man Friedhofswärter. Alle sind unter dir, aber keiner hört dir zu.“   

Eine Partei im Zenit, der dennoch nichts gelingt

Es war der Versuch, dem Dilemma der „Grand Old Party“ mit einem Anflug von Leichtigkeit zu begegnen, dem Dilemma einer Partei im Zenit ihrer Macht, der dennoch nichts gelingt. Die Republikaner stellen nicht nur den Präsidenten, sie geben auch in beiden Parlamentskammern den Ton an. In der größeren, im Repräsentantenhaus, können sie sich auf eine derart komfortable Mehrheit stützen, wie es zuletzt Ende der 1920er Jahre der Fall war.

Trotzdem ist es ihnen sieben Monate nach dem Amtsantritt Donald Trumps nicht gelungen, auch nur ein einziges ihrer zentralen Vorhaben in Gesetze zu gießen. Keine Steuersenkungen, kein Infrastrukturprogramm, die Abwicklung von Obamacare, der Gesundheitsreform Barack Obamas, ist fürs Erste blamabel gescheitert. 

Während sich McConnell in Galgenhumor flüchtet, lässt Trump all seinen Zorn an ihm aus. An...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung