US Open: Zeit für große Gefühle im Big Apple

Nach ihrem Erstrundensieg in New York bedankt sich Maria Scharapowa mit Tränen in den Augen bei den Zuschauern

New York.  Es war alles eigentlich zu viel für die erste Runde, für die erste Nacht hier in New York. Es war, als hätte ein unsichtbares Drehbuch das ganze Drama eines rauschenden Finales gleich für den Beginn dieser US Open 2017 auf dem Center-Court ausgebreitet, mit dieser spektakulären Abendshow mit der Weltranglisten-Zweiten Simona Halep und der früheren Tennis-Königin Maria Scharapowa. Und sie, die gefallene, tief gestürzte Heldin vergangener Zeiten, jene umstrittene, polarisierende, streitbare, wegen eines Dopingvergehens bis in den April hinein gesperrte Scharapowa, war es schließlich, die unter den Flutlichtstrahlern im mächtigsten Tennisstadion der Welt am Montag nicht einfach nur ein großartiges Spiel gewann, sondern ihrer Karriere in späten Jahren vielleicht noch einmal einen entscheidenden Auftriebsimpuls lieferte.

In der ersten Runde Simona Halep besiegt

Ganz gleich, wer die Internationalen Amerikanischen Meisterschaften in knapp zwei Wochen als Gewinnerin verlässt, der Siegesmoment Scharapowas, das Bild der knieenden, weinenden, emotional angerührten Russin, wird mindestens genau so prägend in Erinnerung bleiben. Und vermutlich auch der wie in Stein gemeißelte Satz, den sie mit angemessenem Pathos nach dem fast dreistündigen 6:4, 4:6, 6:3-Kampf gegen Halep sprach: "Hinter dem Mädchen in diesem schwarzen Kleid, mit den funkelnden Kristallen, steckt jemand mit einer Menge Mumm – und dieses Mädchen verschwindet nicht einfach irgendwo hin."

Nein, ganz gewiss nicht. Und wer würde ...

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