US-Neujahrsbaby wurde während Verfolgungsjagd geboren

In den USA gab es etliche Neujahrsbabys. (Symbolbild: AP Photo)

Ein Mann aus dem US-Bundesstaat South Carolina raste an Silvester über die Autobahn, um seine hochschwangere Frau ins Krankenhaus zu bringen. Wegen des viel zu schnellen Tempos hängte sich ein Streifenwagen an das Auto. Am Ende waren 20 Einsatzfahrzeuge involviert – ein Happy End gab es trotzdem.

Die Ärzte hatten gewarnt, dass es eine schwierige Geburt werden könnte. Carl Alewine wollte seine Lebensgefährtin Tiffani Von Glahn deshalb so schnell wie möglich ins Krankenhaus nach Charleston bringen, damit keine Komplikationen auftreten. Doch auf der Interstate 26 im Bundesstaat South Carolina dauerte es nicht lange, bis eine Polizeistreife auf den Raser aufmerksam wurde.

Wie der lokale Nachrichtensender „WCBD“ berichtet, war das werdende Elternpaar am Silvesterabend mit rund 150 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn unterwegs. Tiffani Von Glahn schilderte den Moment, als das Blaulicht hinter ihnen auftauchte: „Er fragte mich: ‚Soll ich anhalten?‘, und ich antwortete: ‚Nein, auf keinen Fall!‘, weil ich sie schon kommen spürte.“

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Da das Pärchen trotz des Polizeiwagens im Nacken nicht anhielt, rückte bald Verstärkung an: „Ich drehe mich um und da sind ungefähr 20 Polizeiautos“, erinnert sich Von Glahn. Schließlich konnten die Streifenwagen das Auto ausbremsen. Die Polizisten sprangen aus ihren Wagen und legten Carl Alewine Handschellen an. Die Sicherheitsmaßnahme war offenbar notwendig, da viele Raser behaupten würden, eine Schwangere in ein Krankenhaus zu transportieren.

Zwar konnte die Polizei das Paar aufhalten, nicht aber das Baby. Mitten auf der Autobahn war es dann so weit. Mit der Hilfe von Polizeibeamten konnte die Frau ihr Kind zur Welt bringen. Der frischgebackene Papa konnte es nicht glauben: „Da sitze ich und schaue dabei zu, wie sie auf der Motorhaube geboren wird, und im Hintergrund sind die Feuerwerke zu sehen, weil Silvester ist. Dann ließen sie mich aus den Handschellen und die Polizisten klatschten und beglückwünschten uns.“

Die Sorgen, dass es eine komplizierte Geburt werden könnte, erwiesen sich hinterher als unbegründet. Anastasia, wie das kleine Mädchen heißt, kam kerngesund zur Welt.

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