US-Mobilfunker Sprint sieht bessere Kassenlage - Milliardengewinn dank Steuern

dpa-AFX

OVERLAND PARK (dpa-AFX) - Der kriselnde T-Mobile-US-Rivale Sprint rechnet dank vieler neuer Verträge und des eingeschlagenen Sparkurses mit einer besseren Kassenlage. Der Konzern konnte die Kundenzahl von Oktober bis Dezember so stark steigern wie seit fast drei Jahren nicht mehr in einem Quartal, wie Sprint am Freitag in Overland Park (Kansas) mitteilte. Im Geschäftsjahr (Ende März) dürfte der um Sondereffekte bereinigte freie Geldzufluss nun zwischen 500 und 700 Millionen US-Dollar (bis 560 Mio Euro) betragen.

Sprint schreibt seit Jahren Verluste und ächzt unter hohen Schulden, weswegen Anleger beim viertgrößten US-Mobilfunker verstärkt auf die Finanzpolster schauen. Zuvor hatte Vorstandschef Marcelo Claure eine lediglich ausgeglichene Portokasse in Aussicht gestellt. Die Aktie zog vorbörslich um knapp 5 Prozent an.

Unter dem Strich verbuchte Sprint dank der US-Steuerreform einen Quartalsgewinn von knapp 7,2 Milliarden Dollar. Ohne die bilanzielle Neubewertung seiner Steuerpositionen hätte der Gewinn nur rund 100 Millionen Dollar erreicht. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) kletterte im Vorjahresvergleich dank des Sparprogramms wie erwartet um 11 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Wegen deutlich gesunkener Preise ging der Umsatz allerdings um knapp 4 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar zurück.