US-Militär: Raketenabwehr-Test auf Hawaii gescheitert

In Kauai, Hawaii, ist ein US-Raketenabwehr-Test gescheitert. (Bild: ddp Images)

US-Medienberichten zufolge konnte das US-Militär einen Raketenabwehrtest am Mittwoch auf Hawaii nicht erfolgreich durchführen. Die Nachricht des gescheiterten Tests kommt zu einer Zeit, in der die Sorge über das Raketenprogramm Nordkoreas besonders groß ist.

Große Anspannung in den USA: Eine Flugabwehrrakete SM-3, die im Auftrag der Missile Defense Agency (dt.: Raketenabwehramt) abgefeuert wurde, konnte ein aus einem Flugzeug abgeschossenes Objekt nicht abfangen, berichtet der US-Nachrichtensender „CNN“.

Der Grund, warum der Test scheiterte, wurde nicht bekannt. Das Amt für Raketenabwehr sagte nichts zum Ausgang des Tests, es wurde lediglich bestätigt, dass am Mittwochmorgen ein Raketenabwehrtest in Kauai, Hawaii, stattgefunden habe.

Die SM-3-Rakete, die von Raytheon, einem amerikanischen Rüstungs- und Elektronikkonzern, entwickelt wurde, wird genutzt, um auf Mittelstreckenrakete zu zielen. Dass ein Objekt, das auch eine feindliche Waffe hätte sein können, nicht erfolgreich abgewehrt werden konnte, sorgt für große Bedenken.

„Die gesamten Vereinigten Staaten liegen in Reichweite unserer Kernwaffen und auf meinem Schreibtisch ist immer ein Atomknopf“, hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un in seiner Neujahransprache angekündigt. „Das ist keine Drohung, sondern die Realität.“ Nordkorea werde allerdings nur Atomwaffen einsetzen, wenn die Sicherheit des Landes bedroht sei. Durch den aggressiven Ton und das Säbelrasseln zwischen Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump stehen die USA nun aber besonders unter Druck, Raketenangriffe abwehren zu können.

Der letzte erfolgreich durchgeführte Test war im Mai 2017, im Juni war ein Versuch gescheitert. Erst Anfang Januar 2018 hatte eine falsche Warnung vor einer ankommenden Rakete kurzzeitig Hawaiis Einwohner in Panik versetzt.