US-Militär mobilisiert tausende Soldaten in Erwartung von Hurrikan "Irma"

Die "USS Kearsarge" ist bereit für Hilfseinsatz

In Erwartung des Monster-Hurrikans "Irma" hat das US-Militär tausende Soldaten mobilisiert. Die Gouverneure von Puerto Rico, den Amerikanischen Jungferninseln und Florida versetzten insgesamt fast 14.000 Angehörige der Nationalgarde in Alarmbereitschaft, wie das US-Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Damit sollten Such- und Rettungsmissionen sowie Evakuierungen unterstützt werden.

Mehrere große Marineschiffe bereiteten sich zudem auf Hilfseinsätze vor. Zusätzlich zu den bereits wegen Hurrikan "Harvey" mobilisierten Schiffen wurden die "USS Kearsarge" und die "USS Oak Hill" entsandt. Die "USS Wasp" übernahm den Transport von Verletzten von den Jungferninseln. Wie die Marine mitteilte, sollte sich ferner der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" auf den Weg in die Region machen.

Derweil wurden dutzende Kampfflugzeuge aus der Gegend abgezogen, in der Hurrikan "Irma" am Samstag erwartet wurde. Dazu gehörten 50 F-16-Jets vom Luftwaffenstützpunkt Shaw in South Carolina.

Vor dem anrückenden Wirbelsturm sind derzeit hunderttausende Einwohner in Florida auf der Flucht. Auf den beiden Highways entlang der Küsten des US-Bundesstaats bewegten sich Stoßstange an Stoßstange endlos scheinende Autokolonnen am Freitag langsam nach Norden, wie AFP-Reporter berichteten. Die Meteorologen erwarteten, dass "Irma" am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern auf die Südküste von Florida prallen wird.

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete unterdessen ein Gesetzespaket zur temporären Beilegung der Haushaltskrise sowie zu Hilfen für Hurrikan-Opfer. Es sieht Hilfen im Volumen von mehr als 15 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro) für die Opfer des Hurrikans "Harvey" vor, der in den Bundesstaaten Texas und Louisiana schwere Schäden angerichtet hatte.

Mit dem Paket erhielten die Überlebenden des Sturms die von ihnen dringend benötigte Unterstützung, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zuvor hatte das Repräsentantenhaus gegen den Widerstand von Teilen der Republikanischen Partei das Gesetzespaket gebilligt, nachdem bereits der Senat das Vorhaben am Donnerstag verabschiedet hatte. Danach soll die Schuldenobergrenze im Bundeshaushalt bis Mitte Dezember erhöht werden.

Trump hatte die Regelungen mit den Spitzen der oppositionellen Demokraten im Kongress ausgehandelt und damit Vertreter der eigenen Partei brüskiert. Viele Republikaner hatten eine Lösung für den Bundeshaushalt angestrebt, die sich nicht nur auf drei Monate, sondern auf anderthalb Jahre erstreckt, also bis in die Zeit nach den nächsten Kongresswahlen im November 2018.