US-Leistungsbilanz weitet Defizit in Corona-Krise aus

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Leistungsbilanz der USA hat ihr chronisches Defizit im dritten Quartal während der Corona-Krise erneut ausgeweitet. Das Defizit stieg zum Vorquartal um 17,1 Milliarden US-Dollar auf 178,5 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einer noch deutlicheren Ausweitung auf 187,0 gerechnet. Der Wert aus dem Vorquartal wurde allerdings von zunächst 170,5 Milliarden auf 161,4 Milliarden Dollar revidiert.

Das Defizit in der Handelsbilanz stieg stark an. Zudem ging der Überschuss in der Dienstleistungsbilanz zurück. Andererseits legte der Überschuss in der primären Einkommensbilanz zu.

Die Leistungsbilanz stellt den volkswirtschaftlichen Austausch der USA mit dem Ausland dar. Abgebildet sind der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen. Letztere resultieren etwa aus Heimatüberweisungen von Gastarbeitern. Die USA weisen ein chronisches Leistungsbilanzdefizit aus, was vereinfacht bedeutet, dass die USA ständig mehr Leistungen aus dem Ausland erhalten als sie selbst dorthin liefern. Finanziert wird dieser Zufluss durch Kredit aus dem Ausland in Form von Kapitalimporten.