US-Langstreckenbomber fliegen Manöver nahe Nordkoreas Grenze

Ein B-1B Lancer-Bomber der US-Luftwaffe beim Start auf einem Stützpunkt in Südkorea. Foto: YNA/Yonhap/Archiv

Deutliches Warnsignal an Nordkorea: Zwei US-Langstreckenbomber sind einem Bericht zufolge für ein gemeinsames Abschreckungsmanöver mit der südkoreanischen Luftwaffe in die Konfliktregion entsandt worden.

Die beiden Überschallmaschinen vom Typ B-1B Lancer seien bei der Übung bis an die Militärische Demarkationslinie zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten herangeflogen, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Verteidigungskreise. Der Einsatz ist demnach als «entschlossene Antwort auf die Tests ballistischer Raketen durch Nordkorea» zu sehen.

Begleitet wurden die vom US-Luftwaffenstützpunkt Guam im Pazifik aufgestiegenen Langstreckenbomber laut Yonhap von südkoreanischen F15- und F16-Kampfjets. Gemeinsam hätten die Flugzeuge in der Übung einen Angriff auf nordkoreanische Ziele simuliert.

Nordkorea hatte am Dienstag - am Unabhängigkeitstag der USA und kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg - erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion. Die Regierung in Washington befürchtet unter anderem, dass das isolierte Land mit Atomsprengköpfen versehene Langstreckenraketen baut, die US-Territorium erreichen können.

Yonhap-Bericht