US-Kongress will Internetfirmen zu möglicher russischer Einflussnahme anhören

Bei der Untersuchung einer möglichen Einflussnahme Russlands auf den US-Präsidentschaftswahlkampf will der US-Kongress die Internet-Firmen Google, Facebook und Twitter anhören. Wie ein Senatsmitarbeiter am Mittwoch in Washington mitteilte, sollen Vertreter der drei Online-Giganten am 1. November an einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des Senats teilnehmen. Bereits zuvor könnten sie vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses aussagen.

Adam Schiff und Mike Conaway, die im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses die Ermittlungen zur möglichen russischen Einflussnahme leiten, sagten, sie hätten Vertreter von Google, Facebook und Twitter eingeladen. "Der Kongress und das amerikanische Volk müssen diese wichtigen Informationen direkt von den Firmen erfahren", sagten sie.

Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich in den US-Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Donald Trump im November 2016 zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen.

Das Online-Netzwerk Facebook hatte Anfang September bekanntgegeben, dass im vergangenen Jahr mutmaßlich russische finanzierte Werbeanzeigen auf seinen Seiten geschaltet worden waren, um offenbar die Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg erklärte sich bereit, den Ermittlern die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen.