US-Kartellbehörde reicht überarbeitete Monopol-Klage gegen Facebook ein

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Überarbeitete Klage gegen Facebook vorgelegt

Im Streit um die Marktmacht von Facebook hat die US-Kartellbehörde FTC eine überarbeitete Monopol-Klage gegen den Internetriesen eingereicht. In der am Donnerstag vorgelegten Klage wirft die FTC dem Online-Netzwerk unter anderem vor, seine marktbeherrschende Stellung mit "wettbewerbsfeindlichen Übernahmen" verteidigt zu haben. Verwiesen wird auf den Kauf der Online-Dienste Instagram im Jahr 2012 und Whatsapp 2014.

"Nachdem es im Wettbewerb mit neuen Innovatoren nicht mithalten konnte, hat Facebook sie illegalerweise gekauft oder beerdigt, als ihre Beliebtheit eine existenzielle Bedrohung wurde", erklärte FTC-Vertreterin Holly Vedova. "Dieses Verhalten ist nicht weniger wettbewerbsfeindlich, als wenn Facebook neue App-Wettbewerber bestochen hätte, damit sie nicht in den Wettbewerb einsteigen."

Ein Bundesrichter hatte eine erste FTC-Klage gegen Facebook im Juni zurückgewiesen. Er bemängelte unter anderem, die Wettbewerbshüter hätten nicht "schlüssig" darlegen können, dass Facebook ein Monopol auf dem Markt der Online-Netzwerke geschaffen habe. Die Klage enthalte "fast nichts Konkretes zur entscheidenden Frage, wie viel Macht Facebook tatsächlich hat", erklärte der Richter. Er erlaubte der FTC aber, eine überarbeitete Klage vorzulegen, was die Behörde nun tat.

Facebook erklärte, die ergänzte Klage prüfen und sich dann ausführlicher äußern zu wollen. Die marktbeherrschende Stellung von Online-Riesen wie Facebook, Google und Amazon hat Wettbewerbshüter in einer Reihe von Ländern auf den Plan gerufen.

fs/jes

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