US-Justiz wirft Barca-Idol Drogenhandel vor

Rafa Marquez (l.) spielte von 2003 bis 2010 für den FC Barcelona

Das US-Finanzministerium erhebt schwere Vorwürfe gegen den mexikanischen Fußballstar Rafa Marquez.

Dem Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft wird zur Last gelegt, Teil einer gut vernetzten Drogenorganisation zu sein.

Der 38-Jährige, so heißt es in einer Mitteilung der US-Behörde, zähle zu einem Kreis von 21 Personen, die ebenso wie 43 Tarnfirmen des mexikanischen Drogenkönigs Raul Flores Hernandez über mehrere Jahre beobachtet worden seien.

Marquez bestreitet Vorwürfe

Der Mexikaner bestreitet die Vorwürfe. Er habe nie Kontakte zur Drogenmafia gehabt und werde versuchen, die Angelegenheit mit den US-amerikanischen Behörden zu klären. Er stellt sich aber darauf ein, dass das kein leichtes Unterfangen sein wird. "Das ist das schwerste Spiel meiner Karriere", wird Marquez in der Marca zitiert.

Marquez soll seit langem eine Beziehung mit Flores Hernandez, dem Kopf der kriminellen Vereinigung pflegen - und immer wieder als Front-Person für ihn gehandelt haben. Wie der ebenfalls beschuldigte mexikanische Sänger Julio Cesar Alvarez Montelongo (besser bekannt als Julion Alvarez) soll er auch immer wieder Gegenstände für den Drogen-Boss in Gewahrsam genommen haben. 


Marquez wird außerdem beschuldigt, mit Mauricio Heredia Horner und Marco Antonio Fregoso Gonzalez zwei weitere Angeklagte für kriminelle Tätigkeiten gewonnen zu haben. 

Marquez soll für Hernandez in führender Position in den USA und möglicherweise auch in Europa viele Geschäfte abgewickelt haben.

In Europa spielte der Abwehrspezialist für AS Monaco, den FC Barcelona und Hellas Verona. Seit Januar 2016 ist Marquez wieder in Mexiko für seinen Heimatklub Atlas Guadalajara aktiv.