US-Hedgefonds Elliott übernimmt Anteil an Dropbox

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Dropbox hat einen Marktwert von rund elf Milliarden Dollar.
Dropbox hat einen Marktwert von rund elf Milliarden Dollar.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Der US-Hedgefonds Elliott hat einen beachtlichen Anteil am Softwareunternehmen Dropbox übernommen. Elliott hat Dropbox mitgeteilt, dass es der größte Aktionär des Cloud-Computing-Unternehmens sei. Dies deutet darauf hin, dass der Hedgefonds einen Anteil von mehr als zehn Prozent im Wert von weit über 800 Millionen US-Dollar besitzt. Die beiden Seiten führten seit Anfang des Jahres Gespräche.

Dropbox hat einem Marktwert von rund elf Milliarden Dollar. Seit März 2018 ist das Unternehmen an der Börse und notierte die meiste Zeit unter seinem IPO-Preis. Seine bescheidene Bewertung im Vergleich zu anderen Cloud-Unternehmen wie Salesforce und Servicenow führte zu anhaltenden Übernahmespekulationen. Noch ist nicht bekannt was Elliott plant, aber der Kauf ist ein Zeichen dass Veränderungen anstehen könnten. Andere Cloud-Unternehmen wurden kürzlich ebenfalls aufgekauft, darunter Cloudera. Das Hauptangebot von Dropbox ist Cloud-basierter Speicher, mit dem Benutzer Dokumente, Fotos und Videos online speichern können. [Mehr bei Wall Street Journal und The Information]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Lebensmittellieferungen innerhalb nur weniger Minuten. Mit dieser Idee startete Gorillas vor einem Jahr und hat seitdem ein rasantes Wachstum hingelegt. Doch das gehe auf die Kosten der Fahrerinnen und Fahrer, heisst es nun. Deshalb wolle man eine Arbeitnehmervertretung. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Die USA haben eine Steuer von 25 Prozent für Importe von digitalen Dienstleistungen im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar verordnet. Dies betrifft Dienstleistungen aus Großbritannien, Italien, Spanien, der Türkei, Indien und Österreich. Die Steuern wurden jedoch für sechs Monate ausgesetzt, um Zeit für die Fortsetzung der internationalen Steuerverhandlungen einzuräumen. Das Büro des US-Handelsbeauftragten sagte, es habe die Steuer genehmigt, nachdem eine Untersuchung dies empfohlen habe, um US-Unternehmen zu schützen. [Mehr bei Reuters und Wall Street Journal]

Kraken, der Coinbase-Rivale, startet eine mobile App in den USA. Kraken, das 2013 auf den Markt kam, will so vom Krypto-Anstieg profitieren. Die neue App ermöglicht Benutzern in den USA seit gestern, mehr als 50 Krypto-Token sicher von ihren Mobiltelefonen aus zu kaufen und zu verkaufen. [Mehr bei CNBC]

Microsoft stellt am 24. Juni seine neue Windows-Version vor. Windows ist das dominierende Betriebssystem für PCs. Es bringt Microsoft, einem der erfolgreichsten Unternehmen weltweit, 14 Prozent des Gesamtumsatzes. Microsoft arbeitet mit dem Codenamen Sun Valley an dem Update für Windows. Dies soll ein moderneres Aussehen enthalten, mit abgerundeten Ecken an Komponenten wie dem Startmenü. Das neue Betriebssystem soll in einer Veranstaltung Ende des Monats enthüllt werden. [Mehr bei CNBC und The Verge]

Investitionen: Fireeye, eine Firma für Cybersicherheit, verkauft seine Produkteinheit an ein Konsortium unter Führung der Symphony Technology Group für 1,2 Milliarden US-Dollar. Mit dem Bar-Deal trennt sich der Hersteller von Netzwerk- und E-Mail-Cybersicherheitsprodukten von seinem digitalen Forensik- und Incident-Response-Arm Mandiant. Das Unternehmen sagte, der Deal soll bis zum Ende des vierten Quartals abgeschlossen werden. Stack Overflow, ein beliebter Q&A-Dienst für Programmierer, wurde von der europäischen Investmentfirma Prosus für 1,8 Milliarden US-Dollar übernommen. Der Erfolg von Stack Overflow liegt darin, dass erfahrene Entwickler Tipps teilen, was zur Grundlage für das Wissen vieler Neulinge in der Community wurde. Outreach, ein Software-Startup aus Seattle, hat in einer neuen Finanzierungsrunde 200 Millionen US-Dollar aufgebracht. Das Unternehmen hat nun nach eigenen Angaben einen Wert von 4,2 Milliarden Dollar. Das ist dreimal so viel wie letztes Jahr. Die neue Investition wurde von den Investoren Premji Invest und Steadfast Capital Ventures angeführt. [Mehr bei Techcunch, Axios und Bloomberg]

Huawei hat sein neues Mobil-Betriebssystem für Smartphones, Tablet Computer und Smartwatches auf den Markt gebracht. Dieses hat den Namen HarmonyOS. Der chinesische Technologiekonzern versucht damit den Schaden zu begrenzen, der durch Sanktionen vonseiten der USA entstanden sind. Huawei darf derzeit beim Mobilsystem Android nicht mehr die Google Play Services verwenden. Huawei versucht mit dem neuen System eine dritte Mobilplattform, neben iOS von Apple und Android von Google, zu etablieren. In Deutschland soll das neue Betriebssystem vorerst noch nicht auf Mobiltelefonen erscheinen. Es wird zunächst in den neuen Computeruhren und Premium Tablets zum Einsatz kommen. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Mit einer Finanzierungsrunde von einer Milliarde und einer zweistelligen Milliardenbewertung ist das Münchener Startup Celonis zum ersten „Decacorn“ Deutschlands geworden. Im Interview mit Gründerszene verrät Gründer und Co-CEO Bastian Nominacher, wie es nun weitergeht. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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