US-Glücksspielmagnat der sexuellen Übergriffe beschuldigt

Das "Wynn Hotel" in Las Vegas

Der gesellschaftliche Skandal um sexuelle Übergriffe gegen Frauen hat nun auch einen Magnaten der US-Glücksspielbranche erfasst. Steve Wynn, Chef der Wynn Resorts, wird von mehreren Frauen beschuldigt, sie belästigt zu haben, wie das "Wall Street Journal" am Freitag berichtete. Unter Berufung auf mehrere Dutzend Zeugen hieß es in dem Blatt, diese Vorfälle erstreckten sich über mehrere Jahrzehnte.

Der 75-jährige Wynn wies die Anschuldigungen in einer von seinem Unternehmen verbreiteten Erklärung als "absurd" zurück. Er bezichtigte seine Ex-Frau Elaine Wynn, zu den Anschuldigungen angestachelt zu haben. Mit seiner früheren Frau sei er in einen "schrecklichen und fiesen" juristischen Streit um die Scheidungsvereinbarungen verwickelt.

Laut "Wall Street Journal" wirft beispielsweise eine Nagelpflegerin Wynn vor, sie zum Sex gezwungen zu haben. Eine ehemalige Massagetherapeutin berichtete, der Unternehmer habe sie instruiert, ihn mit der Hand zu befriedigen. Sie sei der Aufforderung gefolgt, weil er ihr Chef war. Eine andere frühere Angestellte sagte, Wynn habe wiederholt in ihrer Gegenwart seinen Penis gerieben und Bemerkungen darüber gemacht, was er gerne sexuell mit ihr tun würde.

Wynn ist eine Ikone des Casino-Geschäfts. Er baute in der Glücksspielmetropole Las Vegas mehrere Luxuscasinos- und hotels. Zu seinem Imperium gehören heute zwei Casinos mit seinem Namen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau. Er ist zudem ein Verbündeter von Präsident Donald Trump. Nach dessen Wahlsieg wurde Wynn zum Finanzchef der republikanischen Parteizentrale ernannt.