US-Finanzminister posiert mit Dollarnoten


Das Aufsehenerregende an dem Foto, das US-Finanzminister Steven Mnuchin momentan im sozialen Netzwerk Twitter in ein unvorteilhaftes Licht rückt, ist eigentlich nicht Mnuchin selbst, sondern eher seine Frau, die ebenfalls zu sehen ist. Beide posieren in der Bundesdruckerei in Washington. Sie halten einen Bogen neuer Ein-Dollar-Noten in der Hand. Ein Routine-Auftritt für einen Finanzminister, etwas ungewöhnlicher, dass seine Frau dabei ist. Was wirklich ins Auge fällt, ist aber, dass die Hand, mit der sie die Geldscheine hält, in einem schwarzen Lederhandschuh steckt und sie einen mysteriösen Blick aufgesetzt hat.


Das Bild ist von der Nachrichtenagentur Associated Press. Anlass war die Präsentation eines neuen Geldscheins, der als erster Mnuchins Unterschrift als Finanzminister trägt. Alles in allem sieht es aber aus, als seien Mnuchin und seine Frau Louise Linton Charaktere eines neuen Schurkenfilms – worauf viele Nutzer auf Twitter, wo das Bild auch verbreitet worden war, auch hinwiesen.

Sie unterstellten dem Paar, es sehe aus wie zwei Bösewichte aus einem James-Bond-Film. Andere machten sich über die anstehende Steuerreform lustig, die in der Kritik steht, vor allem reichen Unternehmern in den USA zugute zu kommen.


Die Reaktionen sammelten sich unter dem Hashtag #MnuchinMoney. Einige der Nutzer nahmen Bezug auf weitere Filmproduktionen, machten andere Witze oder bastelten Fotomontagen.





Das Bild mit Mnuchin und seiner Frau sei nicht geplant gewesen, sagte AP-Fotografin Jacquelyn Martin. Es sei seine Idee gewesen, mit Linton zu posieren. Linton ist tatsächlich Schauspielerin – mit Mnuchin ist sie seit ein paar Monaten verheiratet.

Das Paar ist schon häufiger für einen pompösen und angeberischen Lebensstil in der Kritik gewesen. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Mnuchin, der ein ehemaliger Hollywood-Producer ist, er hätte nie gedacht, einmal mit einem Bösewicht aus James-Bond-Filmen verglichen zu werden. Er nehme das aber als ein Kompliment.