US-Einfuhrzölle: Trump bestraft die einen und verschont die anderen

Marco Fieber
US-Präsident Donald Trump zeigt die unterschriebenen Bestimmungen gegen China.

Es ist eine Atempause für die Stahlexporteure in Deutschland und der Europäische Union. Zumindest kurzfristig. Denn das Weiße Haus wird vorerst die EU und einige andere Länder von den ab Freitag geltenden Strafzöllen ausnehmen.

Damit rudert US-Präsident Donald Trump zwar in seiner Handelspolitik mit Europa zurück – gegen China teilt er jedoch umso härter aus.

Die Entscheidungen des Tages, deren Ursachen sowie Folgen und Reaktionen auf den Punkt gebracht

Die derzeitige Lage bei den US-Strafzöllen

Trump hatte vor zwei Wochen umfassende Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent verhängt. Am Freitag treten sie nun in Kraft. Doch nicht alle trifft es – zumindest vorerst:

1. Europäische Union: 

►  Laut Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer sind die 28 EU-Mitgliedsstaaten nicht von der Einführung der Zölle betroffen.

2. China:

►  Anders der Rivale. Trump hat China mit milliardenschweren Strafzöllen belegt. Unter schweren Vorwürfen unfairer Handelspraktiken und des Diebstahls geistigen Eigentums hat der US-Präsident am Donnerstag ein entsprechendes Dekret unterzeichnet.

►  Das Paket enthält nach Angaben des Weißen Hauses Zölle und andere Maßnahmen im Volumen von etwa 60 Milliarden US-Dollar.

►  Die Zoll-Schritte sollen 15 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten. In diesem Zeitraum soll eine umfangreiche Liste mit allen betroffenen Produkten vorgelegt werden.

3. Der Rest der Welt:

► Neben der EU sind nur noch folgende Staaten derzeit von den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen: Südkorea, Argentinien, Australien und Brasilien.

► Die US-Nachbarn Mexiko und Kanada hatte Trump ohnehin für die Zeit der Nachverhandlungen zum Freihandelsabkommen Nafta...

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