US-Demokraten: Der Frust wächst – und richtet sich gegen Fraktionschefin Pelosi

Die Demokraten fahren seit einiger Zeit nur Niederlagen ein.

Die Stimmung im Fraktionssaal der Demokraten war bescheiden. Und auch draußen auf den Fluren des US-Kongresses nahmen die Parlamentarier kaum ein Blatt vor den Mund. „Wir sollten einmal ehrlich in den Spiegel schauen“, sagte Tim Ryan, ein Abgeordneter aus Ohio: „Dann würden wir erkennen: das Problem ist unsere Partei. Unsere Marke ist schlechter als die von Trump.“ Die Demokraten brauchten dringend einen Plan, monierte auch sein Kollege Seth Moulton aus Massachusetts: „Es reicht nicht zu sagen, dass Trump böse ist. Wir müssen den Amerikanern erklären, warum wir es besser machen würden.“

Das ist der Oppositionspartei zuletzt mehr schlecht als recht gelungen. Bei insgesamt vier Nachwahlen in Kansas, Montana, South Carolina und Georgia in den vergangenen Wochen konnten die Demokraten in traditionell republikanischen Bezirken zwar Boden gut machen. Alle vier Kandidaten verpassten jedoch den Einzug ins Repräsentantenhaus. Das ist ein frustrierender Auftakt zu den Zwischenwahlen im kommenden Jahr, bei denen die Partei 24 republikanische Sitze erobern müsste, um die 2011 verlorene Mehrheit zurückzuerobern.

Guter Rat ist teuer

Besonders groß ist die Enttäuschung in Georgia, wo in den wohlhabenden Vororten von Atlanta ein smarter 30-jähriger Filmemacher und Ex-Kongressmitarbeiter für die Demokraten antrat. Lange Zeit lag Jon Ossoff in den Umfragen vorn....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung