US-Bundespolizei FBI durchsucht Haus von Trumps Ex-Wahlkampfleiter

Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs bis nach dem Urnengang heimlich von den Behörden abgehört worden

In der Russland-Affäre hat die US-Bundespolizei FBI das Haus des früheren Wahlkampfleiters von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, durchsucht. Dabei seien Dokumente sichergestellt worden, sagte ein Sprecher Manaforts am Mittwoch. Er bestätigte damit Berichte von US-Medien.

Nach Informationen der "Washington Post" wurde die Durchsuchung von Sonderermittler Robert Mueller angeordnet. Er überprüft mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und russischen Regierungsvertretern im Wahlkampf. Manafort gilt als eine der Schlüsselfiguren in der Russland-Affäre. Der Zeitung zufolge wurde sein Anwesen im US-Bundesstaat Virginia bereits Ende Juli durchsucht.

Die "New York Times" schreibt, die Ermittler hätten dabei Steuerunterlagen beschlagnahmt sowie Dokumente mit Bezug zu ausländischen Banken. Manaforts Sprecher betonte, der ehemalige Wahlkampfleiter kooperiere vollständig mit den Justizbehörden.

Manafort war im August vor einem Jahr von dem Posten an der Spitze von Trumps Wahlkampfteam zurückgetreten. Der Grund waren Berichte, wonach er mehrere Millionen US-Dollar von dem früheren prorussischen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, erhielt und gegen ihn deshalb ermittelt werde.

Manafort nahm im Juni 2016 auch an einem Treffen des ältesten Trump-Sohns Donald Trump Junior und seines Schwiegersohns Jared Kushner mit einer russischen Anwältin teil. Dabei soll es um brisantes Material über die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton gegangen sein.