US-Botschaft auf Kuba reduziert nach mysteriösen "Attacken" Personal weiter

Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel sieht eine neue Eiszeit im Verhältnis zu den USA

Nach den rätselhaften "Attacken" auf US-Diplomaten in Kuba reduzieren die USA die Besetzung ihrer Botschaft in dem Land weiter. Die Vertretung in der kubanischen Hauptstadt Havanna werde zum "unbegleiteten Posten" erklärt, zu dem die Mitarbeiter künftig nicht mehr ihre Familien nachholen können, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit.

Die Botschaft werde nur noch mit dem "Minimalpersonal" die wichtigsten diplomatischen und konsularischen Funktionen erfüllen, hieß es weiter. Schon im September 2017 war die Personalstärke in der Botschaft reduziert worden. Der damals angeordnete "Abreise-Status" läuft am Samstag aus.

Nach US-Angaben erlitten zwischen November 2016 und August 2017 insgesamt 24 Botschaftsmitarbeiter oder deren Angehörige gesundheitliche Schäden durch die mysteriösen "Attacken". Demnach litten sie unter Symptomen wie Gehörverlust, Sehprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeitsanfälle und Schlafstörungen. Die genauen Ursachen und die Urheber konnten bislang aber nicht bestimmt werden. Die USA machten Kuba für die Angriffe verantwortlich, das Land bestritt dies.

Die US-Botschaft in Havanna war erst 2015 wieder eröffnet worden, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama Ende 2014 eine Politik der Annäherung an den Karibikstaat eingeleitet hatte. Er hatte nach jahrzehntelanger Eiszeit die diplomatischen Beziehungen zu Kuba wiederaufgenommen.