US-Behörden verbieten Staatsbürgern Reisen nach Nordkorea

Die USA planen nach dem Tod des in Nordkorea inhaftierten Studenten Otto Warmbier ein Reiseverbot für US-Bürger in das asiatische Land. Das US-Außenministerium bestätigte am Freitag entsprechende Angaben von Reiseveranstaltern. Demnach soll die Bestimmung in etwa einem Monat in Kraft treten.

Als Begründung nannte Ministeriumssprecherin Heather Nauert das "hohe Risiko" von Festnahmen und langen Haftstrafen in Nordkorea. Eine begrenzte Zahl von US-Bürgern erhalte Sondergenehmigungen für Reisen zu "humanitären Zwecken".

Am Freitag hatten zwei Reiseveranstalter über das Vorhaben der US-Regierung berichtet. Der Manager eines der Veranstalter, Simon Cockerell, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dies bedeute das Ende für den US-Tourismus in Nordkorea.

Das US-Außenministerium warnt schon länger vor Reisen nach Nordkorea. Der im Juni verstorbene 22-jährige US-Student Warmbier war während einer solchen Reise im März 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er fiel ins Koma und wurde schließlich "aus humanitären Gründen" freigelassen. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA starb er.