US-Behörden retten fast 70 Großkatzen aus "Tiger King"-Park

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Joe Exotic wurde durch eine Netflix-Doku weltberühmt. (Bild: Netflix)
Joe Exotic wurde durch eine Netflix-Doku weltberühmt. (Bild: Netflix)

Die Netflix-Doku "Tiger King" (deutscher Titel: "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere") war ein Überraschungserfolg im Pandemiejahr 2020. Nun wurden knapp 70 der dort gezeigten Großkatzen von den US-Behörden gerettet.

Es war ein Überraschungserfolg im vergangenen Streaming-Jahr: Die Netflix-Doku "Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere" von Rebecca Chaiklin und Eric Goode wurde in den ersten vier Wochen nach ihrem Erscheinen von 64 Millionen Haushalten für mindestens zwei Minuten gestreamt. Der Film handelte von Joe Maldonado-Passage alias Joe Exotic, der einen umstrittenen Privatzoo im US-Bundesstaat Oklahoma betrieb. 68 seiner Raubkatzen wurden nun von den Behörden befreit. Das teilte das Justizministerium der USA mit.

Schon 2018 war Maldonado-Passage festgenommen und 2020 wegen versuchten Mordes an einer Tierrechtsaktivistin und wegen Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen zu 22 Jahren Haft verurteilt. Seinen Zoo hatten seither die Eheleute Jeffrey und Lauren Lowe übernommen. Ihnen werden nun Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz bedrohter Tierarten vorgeworfen. Unter anderem sollen sie die Tiere nicht ausreichend tierärztlich betreut und ihnen unangemessene Nahrung vorgesetzt haben. Außerdem seien die Gehege zu klein gewesen.

Tiere wurden in "verantwortungsvolle Tierparks" gebracht

Im vergangenen Jahr hatten die Lowes die Tiere aus Joe Exotics "Greater Wynnewood Exotic Animal Park" in eine neue Anlage namens "Tiger King Park" gebracht. Seither war es immer wieder zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gekommen. Nun wurden die 68 Raubkatzen, darunter Löwen, Tiger und Löwen-Tiger-Mischlinge, in "verantwortungsvolle Tierparks" gebracht, wo sie nicht "ausgebeutet" würden, erklärte Nicholas McQuaid vom Justizministerium. Er sprach außerdem von einem "bedeutsamen Tierrettungseinsatz".

Der Privatzoo von Joe Exotic wurde im Juni 2020 der Tierrechtsaktivistin Baskin zugesprochen. Nur die Tiere blieben vorerst im Besitz des Ehepaars Lowe.

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