US-Bürgerrechtler Jesse Jackson leidet an Parkinson

Der schwarze US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt

Der schwarze US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist nach eigenen Angaben an Parkinson erkrankt. Der Weggefährte des 1968 ermordeten Predigers Martin Luther King erklärte am Freitag, es werde für ihn "immer schwieriger, die Alltagsaufgaben zu erfüllen". Vor etwa drei Jahren hätten seine Familie und er erstmals "Veränderungen" festgestellt.

Seine Ärzte hätten nach mehreren Untersuchungen Parkinson diagnostiziert, schrieb der 76-jährige Baptistenprediger, der in Chicago eine Nichtregierungsorganisation leitet. Um dem Voranschreiten der Krankheit Einhalt zu gebieten, werde er bisherige Lebensgewohnheiten ändern. Zugleich werde er an seinen Memoiren arbeiten und über die bislang unheilbare Krankheit informieren, an der bis zu zehn Millionen Menschen weltweit leiden.

Jackson der sich als Mitglied der Demokratischen Partei in den 80er Jahren vergeblich um eine Nominierung als Präsidentschaftskandidat bewarb, war häufig in schwierigen Missionen unterwegs. So verhandelte er seinerzeit mit dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein, dem syrischen Präsidenten Hafis al-Assad und dem kubanischen Staatschef Fidel Castro.

Parkinson ist eine chronische Erkrankung, bei der Zellen in der sogenannten schwarzen Substanz im Gehirn absterben. Diese Zellen produzieren den Botenstoff Dopamin, der unter anderem für die Steuerung von Körperbewegungen wichtig ist. Mit Medikamenten oder sogenannten Hirnschrittmachern können Ärzte mittlerweile zumindest die Symptome gut kontrollieren.