US-Bürgerinitiative fordert Rechenschaft über Flug von Finanzminister

Eine US-Bürgerinitiative hat von US-Finanzminister Steven Mnuchin Rechenschaft über die Nutzung eines Regierungsflugzeugs bei einem Ausflug nach Kentucky verlangt

Eine US-Bürgerinitiative hat von US-Finanzminister Steven Mnuchin Rechenschaft über die Nutzung eines Regierungsflugzeugs bei einem Ausflug nach Kentucky verlangt. Die Organisation CREW, die sich für die Einhaltung ethischer Vorschriften in der Politik einsetzt, forderte in einem Schreiben am Donnerstag die Offenlegung von Dokumenten über die Reise.

Es bestehe der Verdacht, dass die Reise am Tag der totalen Sonnenfinsternis in den USA am Montag lediglich zum Ziel gehabt habe, "dem Finanzminister einen Blick auf die Sonnenfinsternis zu ermöglichen", schrieben die Initiatoren des Vorstoßes.

Der Abstecher nach Kentucky hatte zuvor bereits Schlagzeilen gemacht, weil Mnuchins Ehefrau, die Schauspielerin Louise Linton, im Onlinedienst Instagram ein Foto veröffentlicht hatte, das das Paar beim Verlassen des Regierungsflugzeugs zeigte. Dazu hatte sie Hashtags mit den Markennamen der von ihr getragenen Luxus-Designerkleidung gestellt.

Eine Internet-Nutzerin hatte dem Paar daraufhin Verschwendung von Steuergeldern vorgeworfen, worauf Linton extrem schnippisch reagiert und betont hatte, welches "Opfer" ihr schwerreicher Mann bringe, indem er das Amt des Finanzministers auf sich genommen habe.

Eine Sprecherin des Finanzministerium hatte anschließend betont, das Ehepaar Mnuchin erstatte die Regierung die Reisekosten für Linton. Die Schauspielerin erhalte zudem keinerlei Vergütung dafür, dass sie die Luxusmarken erwähne.

Offiziell war das Ziel der Reise nach Kentucky eine Besichtigung der US-Goldreserven in Ford Knox. Organisiert habe den Ausflug die Handeskammer von Louisville in Kentucky.