Ein US-Bürger, der in der Ukraine sein Kind holen wollte, ist am Leben – obwohl in einem russischen Video behauptet wird, er sei im Krieg gestorben

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Mariupol, Ukraine, am 16. April 2022.
Mariupol, Ukraine, am 16. April 2022.

Obwohl in einem Video, das von einem russischen Soldaten auf Telegram gepostet wurde, behauptet wird, er sei im Kampf in Mariupol gestorben, sagt Cesar Quintana, der Vater eines entführten Zweijährigen, dass er am Leben sei und sich in Kalifornien befinde.

„Es ist reine Propaganda“, sagte Quintana der „Washington Post“ über das Video, das auf pro-russischen Desinformationskanälen verbreitet wurde.

Das Video, das Abbildungen seines US-Passes mit schriftlichen Koordinaten enthielt, die den Ort seiner Leiche zeigen sollten, wurde von einem russischen Armeemitglied gepostet, das behauptete, Quintana habe sich mit Ukrainern zusammengetan und sei getötet worden.

„Die sind für seine Verwandten, damit sie ihn nach dem Kampf beerdigen können“, habe der Mann
auf Russisch gesagt, wie die „Washington Post“ berichtete. "Wir sind Menschen und müssen es auch bleiben."

Quintana war zuletzt im Dezember in die Ukraine gereist, um seinen Sohn vor seiner Frau Antonina Aslanowa Quintana zu retten. Nach der Trennung habe sie das Kind im Jahr 2020 entführt und sei mit ihm aus dem Land geflohen, so Quintana. Nach einem Streit mit der Großmutter mütterlicherseits bei dem Versuch, den Jungen im Dezember in die USA zurückzubringen, sagte Quintana, sei sein Pass von den ukrainischen Behörden abgenommen worden. Am 15. Januar dieses Jahres wurde gegen Aslanowa ein Haftbefehl wegen Kindesentführung ausgestellt.

Der Nachrichtenagentur Associated Press sagte Quintana nun, dass er das letzte Mal am 2. März Kontakt mit seinem Sohn gehabt habe, weniger als eine Woche nach Beginn des Angriffskrieges. Das Kind hatte mit seiner Mutter im Haus seiner Großmutter in Mariupol gelebt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Belagerung der Hafenstadt diese Woche als die „schlimmste Situation“ des Landes bezeichnet. Möglicherweise seien „Zehntausende“ Zivilisten getötet worden.

„Ich bin bereit, alles zu tun“, sagte Quintana der Associated Press. „Ich möchte nur, dass mein Sohn zurückkommt.“ Auf eine Anfrage von Business Insider antwortete Quintana bisher nicht.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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