US-Außenminister Pompeo wirft China Diebstahl geistigen Eigentums vor

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Zum Abschluss eines Kurzbesuchs in Europa hat US-Außenminister Mike Pompeo seine Kritik an China erneuert. Die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston begründete er mit dem Diebstahl geistigen Eigentums. China stehle dies bereits seit langem sowohl in Amerika als auch in Europa, sagte Pompeo bei einem Besuch in Kopenhagen. Dies koste Hunderttausende Arbeitsplätze.

"Wir werden nicht erlauben, dass das weiter passiert", sagte Pompeo auf einer Pressekonferenz an der Seite des dänischen Außenministers Jeppe Kofod. "Wir setzen unsere klaren Erwartungen, wie sich die chinesische Kommunistische Partei zu verhalten hat. Und wenn sie das nicht tun, dann werden wir Schritte ergreifen, um die amerikanische Bevölkerung, unsere nationale Sicherheit und auch unsere Wirtschaft und Jobs zu schützen."

Nach einem Besuch in Großbritannien war Pompeo am Mittwoch zu politischen Gesprächen nach Dänemark weitergereist. Dort wurde er auch von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen empfangen. US-Präsident Donald Trump hatte einen Besuch 2019 kurzfristig abgesagt, nachdem ihm die Dänen nicht Grönland verkaufen wollten.

Kofod sagte, man habe sich auch über die Situation in der Arktis unterhalten. "Die Arktis ist für das Königreich Dänemark und die USA von zentralem Interesse." Das Kaufangebot für Grönland sei nicht noch einmal auf den Tisch gekommen. In den Gesprächen dürfte es auch um die durch dänische Gewässer führende Ostseepipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland gegangen sein, die die USA verhindern wollen. Pompeo und Kofod erwähnten die Pipeline auf der Pressekonferenz jedoch nicht.