US-Anleihen starten mit Verlusten

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NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Dienstag mit Kursverlusten in den Tag der Präsidentenwahl gestartet. Am Markt wurde auf die freundliche Aktienmarktstimmung als Grund verwiesen. Als sicher geltende Anlagen waren daher weniger stark gefragt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,15 Prozent auf 138,09 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg auf 0,87 Prozent.

In den vergangenen Tagen hat sich die zehnjährige Rendite der Marke von einem Prozent angenähert. Ausschlaggebend ist die Möglichkeit eines Wechsels im Weißen Haus. Sollte der Demokrat Joe Biden Präsident werden und sollten zudem die Demokraten die Mehrheit im Senat gewinnen, könnte die Finanzpolitik noch wesentlich lockerer werden. Dies ginge mit einem noch höheren Angebot an Staatstiteln einher, was die Kurse zusätzlich belasten würde und die Renditen steigen ließe.

Der Wahlausgang ist offen. Umfragen sprechen dem Herausforderer Biden einen Vorteil zu. Aufgrund der geringen Treffsicherheit der Vorhersagen in der Wahl 2016, als Donald Trump überraschend gewann, ist die Unsicherheit aber hoch. Hinzu kommen Fragen wie solche, wann ein Ergebnis aufgrund der vielen Briefwähler überhaupt feststehen kann und ob Trump eine Niederlage akzeptieren würde.