US-Anleihen legen nach frühen Verlusten überwiegend zu

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Dienstag nach anfänglichen Verlusten überwiegend zugelegt. Zugleich hieß es am Markt, dass die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell und Finanzminister Steven Mnuchin vor dem Bankenausschuss des Senats kaum Wirkung gezeigt hätten.

Powell hatte einmal mehr wiederholt, dass die US-Notenbank alle ihre Instrumente zur Bekämpfung der Corona-Krise einsetzen werde. Zugleich unterstrich er, dass der Einsatz der Fed nur Teil einer breiten Unterstützung durch öffentliche Stellen sei und spielte damit wohl auch auf sein Plädoyer für zusätzliche Finanzhilfen seitens des Staates an.

"Während für Powell die meiste Zeit das Glas halb leer war und er betonte, dass mehr getan werden müsse, um der Wirtschaft zu helfen, war Mnuchins Ausblick über sich verbessernde Wirtschaftsbedingungen in der zweiten Jahreshälfte der eines halb vollen Glases", sagte Marktanalyst Edward Moya vom Währungsbroker Oanda. Vom Hocker gehauen hätten beide aber niemanden, denn "es gab nichts bahnbrechend Neues als Antwort auf Covid-19".

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 29/32 Punkten und rentierten mit 0,169 Prozent. Fünfjährige Papiere legten um 5/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte zu. Ihre Rendite sank damit auf 0,340 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen gewannen 7/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte und rentierten mit 0,701 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren rückten um 5/32 Punkte auf 95 18/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 1,429 Prozent.