US-Anleihen: Kursverluste zum Start - US-Jobbericht im Blick

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben sich am Freitag etwas leichter gezeigt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,17 Prozent auf 117,84 Punkte. Die gegenläufige Rendite für zehnjährige Staatspapiere stieg weiter bis auf 3,13 Prozent. Sie bewegte sich damit auf dem Niveau von Ende 2018.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen bereits seit Anfang März kontinuierlich an. Für Auftrieb sorgt die Aussicht auf eine entschlossene Gangart der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation. An diesem Trend änderten auch jüngste Daten vom Jobmarkt nichts. "Wieder ein deutlicher Aufbau von neuen Stellen - die Fed bleibt unter Druck", schrieb Analyst Tobias Basse von der NordLB in einem Kommentar.

Die US-Wirtschaft hat im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet, während sich die Arbeitslosigkeit faktisch nicht verändert hat. Die Löhne stiegen derweil schwächer als erwartet. "Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich ungeachtet der durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgelösten Verwerfungen nahezu ungebremst fort", schrieb Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Beschäftigung sei nicht mehr weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Alles in allen liefere der US-Arbeitsmarktbericht keine Gründe für die Fed, von ihren avisierten Zinsschritten größeren Ausmaßes Abstand zu nehmen.

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