US-Anleihen: Kursgewinne nach jüngster Talfahrt

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben ihren jüngsten Abwärtstrend am Mittwoch unterbrochen und zugelegt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg zu Handelsbeginn um 0,10 Prozent auf 131,61 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe fiel im Gegenzug auf 1,52 Prozent. Noch am Vortag war sie mit 1,56 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte Juni gestiegen.

Händler verwiesen auf eine Gegenbewegung nach den jüngsten Kursverlusten. Vor allem die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed schon im November mit dem Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik beginnen könnte, brachte die Anleihen zuletzt unter Druck.

Im Rahmen einer EZB-Konferenz diskutieren am frühen Abend die Zentralbankchefs vier wichtiger Notenbanken miteinander. Ob in der Runde mit Christine Lagarde (EZB), Jerome Powell (Fed), Andrew Bailey (Bank of England) und Haruhiko Kuroda (Bank of Japan) neue geldpolitische Akzente gesetzt werden, ist aber fraglich. Im Handelsverlauf werden in den USA Daten zu den noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufen veröffentlicht.

Für Verunsicherung sorgen die finanzpolitischen Konflikte in den USA. Es rückt die Gefahr eines teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte ab Ende der Woche näher. Wird bis zum 1. Oktober keine Budgetregelung beschlossen, kommt es zu einem "Shutdown" von Teilen der Regierung. Noch blockieren die Republikaner eine Einigung.

Zudem müsste die Schuldenobergrenze durch den Kongress angehoben werden. Sonst droht der US-Regierung laut Finanzministerin Janet Yellen ein Erreichen der Schuldenobergrenze am 18. Oktober. Damit würden die USA einen Zahlungsausfall riskieren.

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