US-Anleihen unter Druck - China denkt über geringere Käufe nach

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - US-amerikanischen Staatsanleihen sind am Mittwoch unter Druck geraten. Weil die Kurse deutlich nachgaben, erhöhten sich die Renditen spürbar. Mit in der Spitze 2,59 Prozent stieg der Zins für zehnjährige US-Anleihen auf den höchsten Stand seit März 2017.

Auslöser des Zinsauftriebs war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Diese hatte mit Bezug auf informierte Kreise berichtet, dass China über eine Verringerung oder gar einen Stopp seiner Käufe von US-Staatsanleihen nachdenke. China ist der größte Gläubiger der USA, ein Stopp der Kreditvergabe durch China wäre ein schwerer Schlag für die größte Volkswirtschaft der Welt - zumal in einer Zeit rückläufiger Anleihebestände der amerikanischen Notenbank und einer absehbar weiter steigenden US-Staatsverschuldung.

Zweijährige Anleihen verharrten auf 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,98 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 2/32 Punkte auf 98 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,35 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere fielen um 9/32 Punkte auf 97 2/32 Punkte und rentierten mit 2,59 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 25/32 Punkte auf 96 9/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,94 Prozent.