Urteil in Prozess um Tod des früheren Sqeezer-Sängers Jim Reeves rechtskräftig

Das Urteil im Prozess um den grausamen Tod des früheren Sqeezer-Sängers Jim Reeves ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies am Mittwoch die Revisionen gegen die Verurteilung der beiden Angeklagten zu langjährigen Haftstrafen zurück. Das Landgericht Berlin hatte sie im November 2018 unter anderem wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall zu 14 Jahren und 13 Jahren Haft verurteilt. (Az. 5 StR 407/19)

Die beiden Wanderarbeiter hatten sich Ende Januar 2016 mit dem 47-jährigen Reeves ein Zimmer in einem Hotel im Berliner Stadtteil Charlottenburg geteilt. Am zweiten Abend töteten sie betrunken den Musiker mit brutalen Schlägen und Tritten.

Tatmotiv war nach den Feststellungen des Gerichts Wut darüber, dass dieser ihnen sexuelle Avancen gemacht hatte. Reeves soll unter anderem mit einem Stuhlbein vergewaltigt worden sein. Die beiden Angeklagten wurden auch wegen besonders schweren sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen.

Gegen das Urteil legten die Angeklagten, die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage Revision ein. Der fünfte Strafsenat des BGH in Leipzig sah aber keine Rechtsfehler in dem Urteil des Landgerichts und verwarf die Revisionen deshalb. Dies gilt demnach insbesondere für die Bewertung der Tat als besonders schweren Fall des Totschlags.