Urteil in den USA: Haftstrafe für polnischen Tierquäler – Abschiebung angewiesen

Radoslaw Czerkawski wurde der Tierquälerei beschuldigt und verurteilt. (Bild: AP Images)

In Dedham, Massachusetts, wurde nun ein Mann, welcher der Tierquälerei beschuldigt wurde, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Eine Tieraktivistin sieht die Strafe als historisches Exempel.

Der Nachrichtenagentur “Associated Press” zufolge hatte sich der gebürtige Pole Radoslaw Czerkawski im Jahr 2013 einen Pitbull-Mischling namens Kiya zugelegt. Doch die Hundedame hatte kein langes Leben. Im August 2013 wurde sie alleingelassen auf einem Spielplatz in Quincy gefunden. Sie hatte eine Stichwunde im Auge, eine gespaltene Zunge und Schädel-, Rücken- sowie Rippenbrüche. Der Vierbeiner musste aufgrund der starken Verletzungen eingeschläfert werden.

Fünf Jahre nach dem grausamen Verbrechen stand jetzt Besitzer Radoslaw Czerkawski deswegen vor Gericht. Er wurde der Tierquälerei schuldig gesprochen und zu acht bis zehn Jahren Haft verurteilt. Außerdem wurde er zusätzlich zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Weiterhin ist es ihm nun gerichtlich verboten, ein Tier zu besitzen oder in Kontakt mit Tieren zu kommen. Er darf zudem in keinem Tierheim ehrenamtlich arbeiten.

Obendrein droht ihm die Ausweisung: Sobald Czerkawski seine Haftstrafe beendet hat, soll er abgeschoben werden, wie ein Sprecher der Immigrationsbehörde mitteilte. Das Urteil fand großen Zuspruch in Kreisen von Tieraktivisten. Mary Nee, Präsidentin der Animal Rescue League (dt. Tierrettungsbund), nannte es “historisch” und gab sich sicher, dass es als Präzedenzfall dienen werde.