Nach dem Urteil: Was wird jetzt aus Boris Beckers TV-Verträgen?

Das Urteil ließ am Freitag (29. April) ungewöhnlich lange auf sich warten. Boris Becker (54) musste bis zum späten Nachmittag im Gerichtssaal schwitzen, bevor die Richterin Deborah Taylor das von ihr bestimmte Strafmaß im Prozess um seine Insolvenzverschleppung verkündete. Der einstige Tennis-Star muss für 2,5 Jahre hinter Gitter, ohne Bewährung. Er habe keinerlei Reue gezeigt, hieß es unter anderem in der Begründung der als knallhart bekannten Richterin.

Was sagen die Sender?

Es ging direkt in Gefängnis, wo er wohl die Hälfte der Strafe wird absitzen müssen. Doch wie geht es anschließend weiter für den dreifachen Wimbledonsieger? Schließlich hatte Boris trotz Geldnot langfristige Verträge als Sport-Kommentator, unter anderem mit der britischen BBC. Dort gehört er seit Jahren zu einer festen Größe, vor allem, wenn aus seinem "Wohnzimmer" in Wimbledon berichtet wird. Während der Ruf des Sportlers in seiner Heimat Deutschland schon länger ramponiert war, war er in seiner Wahlheimat Großbritannien noch immer angesehen und ein Star. Werden die Briten also nach Absitzen der Haftstrafe wieder in den Genuss seiner Expertenmeinung kommen?

Boris Beckers ungewisse Zukunft

Bei der BBC wollte man sich offenbar jetzt noch nicht festlegen. Wie das 'RedaktionsNetzwerk Deutschland' berichtete, ließ man auf Anfrage ausrichten, dass man sich "zu gegebener Zeit" äußern wolle. Auch beim deutschen Sender Eurosport, wo Boris Becker noch bis ins kommende Jahr als Experte verpflichtet war, hält man sich bedeckt und bat um Verständnis, "dass wir eine laufende Privatangelegenheit nicht kommentieren." Ob "Bobbele" also nach seiner Haftstrafe noch einen Job hat, ist zu diesem Zeitpunkt ungewiss.

Bei der BBC gab es indes am Morgen nach der Urteilsverkündung einen peinlichen Versprecher. Dort verkündete die Moderatorin Naga Munchetty live im Frühstücksfernsehen, dass Premierminister Boris Johnson die erste Nacht im Gefängnis verbracht hatte. Die Verwechslung sorgte am Samstagmorgen für ähnlich viel Aufruhr wie Boris Beckers Verurteilung am Vortag.

Bild: Daniel Bockwoldt/picture-alliance/Cover Images

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.