Urteil: Berliner U-Bahntreter muss für fast drei Jahre ins Gefängnis

Svetoslaw S. weinte am Ende der Urteilsverkündung

Am Ende ging alles ganz schnell im Prozess gegen den "U-Bahn-Treter" Svetoslav S. Am Berliner Landgericht wurde Punkt für Punkt zügig abgearbeitet am Donnerstag, dem vierten und letzten Verhandlungstag: Vortrag des Gutachters, Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung – und zum Schluss das Urteil.

Zwei Jahre und elf Monate Freiheitsstrafe verhängte die 21. Große Strafkammer gegen den 28-jährigen Bulgaren, der im Oktober 2016 im U-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln die Studentin Jana K. brutal die Treppe zum U-Bahnsteig hinabstieß. Bei ihrem Urteil gingen die Richter von einer verminderten Schuldfähigkeit des 28-Jährigen aus.

"Ein unfassbarer Sturz voll auf das Gesicht"

Die Kammer wertete den Tritt als eine das Leben gefährdende Behandlung. Strafverschärfend musste sich nach Überzeugung der Richter auswirken, dass die Tat geeignet war, nicht nur das Sicherheitsempfinden des Opfers, sondern auch das der Allgemeinheit zu beeinträchtigen. Strafmildernd, so die Vorsitzende weiter, musste die verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten berücksichtigt werden.

Gerade einmal zwei Stunden vor der Urteilsverkündung hatte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. Unvermittelt habe der Angeklagte das Opfer angegriffen, an einem öffentlichen Ort, an dem man sich solche Verbrechen nicht vorstellen könne, trug die Staatsanwältin vor.

"Ein unfassbarer Sturz voll auf das Gesicht", sei der Vorfall gewesen. Nach der Anklagevertreter...

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